Der Dieselskandal hat mittlerweile auch die Wohnmobile und Camper erreicht. Es verdichten sich die Hinweise, dass auch Fiat in die Abgasmanipulationen verwickelt ist. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt gegen Verantwortliche des Fiat Chrysler Konzerns (FCA) wegen Betrugsverdachts. Zahlreiche Besitzer von Wohnmobilen haben bereits Strafanzeige gestellt.

In Deutschland sind mehr als 200.000 Fahrzeuge betroffen, darunter insbesondere Sonderformen wie Wohnmobile. In den Motoren sollen unzulässige Abschalteinrichtungen verbaut sein. Die illegale Software erkennt, ob sich die Fahrzeuge im Realbetrieb oder auf dem Prüfstand befinden und reguliert die Abgasreinigung dementsprechend. Dabei werden die Stickoxid-Grenzwerte einzig im Testzyklus eingehalten, nicht jedoch beim Betrieb der Fahrzeuge auf der Straße.



Unter Verdacht stehende Dieselmotoren bei Fiat-Wohnmobilen


  • 1,3 Liter Multijet
  • 1,3 Liter 16V Multijet
  • 1,6 Liter Multijet
  • 1,6 Liter
  • 2,0 Liter Multijet
  • 2,0 Liter
  • 2,2 Liter Multijet II
  • 2,3 Liter
  • 2,3 Liter Multijet
  • 3,0 Liter

Diese Motoren mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 wurden in zahlreichen Fiat Modellen der Baujahre 2014 bis 2019, beispielsweise in dem beliebten Fiat Ducato verbaut.

Illegale Abschalteinrichtungen führen dazu, dass die Fahrzeuge auf dem Europäischen Markt nicht genehmigungsfähig sind.

Den Haltern drohen daher Fahrverbote oder gar die Stilllegung ihrer Fahrzeuge.



Software-Updates sind keine Lösung im Fiat Abgasskandal


Die im Abgasskandal bei anderen Fahrzeugen bekannten Software-Updates können auch im Fiat Dieselskandal keine Lösung sein. Wie bei sämtlichen anderen Herstellern auch, können sich die Maßnahmen negativ auf die Fahrzeuge auswirken. Dies ist auch nicht wirklich überraschend. Denn wenn die Abgasproblematik mit einem bloßen Software-Update „ganz schnell und einfach“ ohne schädliche Auswirkungen auf den Motor in den Griff zu bekommen wäre, stellt sich doch folgende Frage: Warum wurde die Motorsteuerungssoftware nicht schon bei der Herstellung der Motoren entsprechend programmiert, sondern seitens der Hersteller unter bewusster Inkaufnahme von ganz erheblichen Haftungsrisiken „getrickst“?

Dementsprechend berichteten uns viele vom Dieselskandal Betroffene von einer nachlassenden Leistung, einem fehlenden Drehmoment und einem hektischen Schalten. Der AdBlue-Verbrauch erhöht sich teilweise signifikant, auch der Spritverbrauch steigt. Zudem gibt es immer wieder Berichte über Schäden an den AGR Ventilen oder den Einspritzdüsen. Auch kapitale Motorschäden wurden uns bereits gemeldet.

Schlussendlich steht noch nicht einmal fest, dass Software-Updates wirklich für sauberere Diesel sorgen. Ganz im Gegenteil. Tests haben gezeigt, dass die Stickoxidemissionen auch nach Durchführung des Software-Updates im Realbetrieb weiterhin viel zu hoch sind. Ein kostengünstiges „Software-Update“ dient daher vor allem den wirtschaftlichen Interessen der Hersteller, die trotz – oder auch wegen? – der Manipulationen weiterhin Rekordgewinne verzeichnen, die sie nicht in effiziente Hardware-Lösungen investieren wollen.

Eine Lösung indessen ist mit Software-Updates auch im Fiat Dieselskandal sicherlich weder für den getäuschten Verbraucher noch für die Umwelt verbunden.



Machen Sie jetzt Ihre Schadensersatzansprüche im Fiat Abgasskandal geltend


Nehmen Sie dies nicht einfach hin, sondern machen Sie jetzt Ihre Schadensersatzansprüche im Fiat Abgasskandal geltend!

Bei einer Rückabwicklungsklage erhalten Sie den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung für die gefahrenen Kilometer als Schadensersatz. Das Wohnmobil geben Sie zurück. Da der Wiederverkaufspreis wegen der mutmaßlichen Manipulationen deutlich unter dem Schadensersatzbetrag liegt, ergeben sich oft wirtschaftliche Vorteile im vierstelligen Bereich.

Wir empfehlen dringend rasches Handeln, um bestehende Ansprüche nicht zu gefährden. Denn in einigen Fällen droht bereits zeitnah die Verjährung.



Was wir für Sie tun können


Kostenfreie Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung

Rechtsschutzversicherer übernehmen grundsätzlich die Kosten, wenn im Zeitpunkt des Autokaufs eine Verkehrsrechtsschutzversicherung bestanden hat. Gerne stellen wir für Sie eine kostenlose und unverbindliche Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung und übernehmen auch die weitere Korrespondenz.

Dies ist für Sie ganz einfach. Sie können uns die notwendigen Unterlagen bequem per E-Mail übersenden. Hierfür können Sie unser Formular nutzen. Gerne können Sie uns Ihre Unterlagen auch per Post schicken.

Sobald wir eine Rückantwort Ihrer Rechtsschutzversicherung erhalten haben, werden wir uns wegen der weiteren Vorgehensweise wieder mit Ihnen in Verbindung setzen. Selbstverständlich entstehen vor einer ausdrücklichen Beauftragung unserer Kanzlei durch Unterzeichnung unserer Mandatsunterlagen für Sie weder Verpflichtungen noch Kosten.


Kostenlose Ersteinschätzung

Auch wenn Sie über keine Rechtsschutzversicherung verfügen, prüfen wir Ihren Fiat-Abgasfall selbstverständlich gerne genauer. Nutzen Sie auch hierfür unser Ersteinschätzungsformular oder schreiben Sie uns.

Wenn Sie Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.

Rufen Sie uns einfach an!


Gerichtliche Durchsetzung Ihrer Ansprüche

Neben unseren vorbereitenden und für Sie kostenfreien Serviceleistungen vertreten wir nach entsprechender Mandatierung Ihre rechtlichen Interessen mit aller Konsequenz vor Gericht.

Entscheidend für den Erfolg einer Klage gegen einen Großkonzern bzw. eines „Kampfes David gegen Goliath“ ist insbesondere im Dieselskandal eine fundierte Prozessvertretung. Seit jeher vertreten wir Verbraucher in weinigen, ausgewählten Rechtsgebieten, die wir auf höchstem Niveau beherrschen. Wir haben bereits weit über 1.000 Mandanten erfolgreich gegen Banken und Großunternehmen vertreten und wegweisende, bundesweit beachtete Entscheidungen, unter anderem vor dem Bundesverfassungsgericht, erstritten.

Seit dem Bekanntwerden des Dieselskandals im Jahr 2015 beschäftigen wir uns nahezu ausschließlich mit der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen VW , Audi und andere Hersteller. Unsere langjährige praktische Erfahrung und eine Vielzahl bundesweit erfolgreich geführter Prozesse stellen eins sicher:
Eine fundierte und praxisnahe Mandatsbetreuung durch erfahrene Anwälte, mit dem Ziel Ihr Problem schnell, effizient und kostengünstig zu lösen. Hierbei verstehen wir uns nicht als Massenbetrieb. Stattdessen steht Ihnen ein bewusst klein gehaltenes, hoch spezialisiertes Team zur Verfügung. Im Mittelpunkt steht die persönliche Betreuung des Mandanten durch den jeweils verantwortlichen Partner der Kanzlei.

Aktuelles zum Fiat Abgasskandal

26. Juli 2021

Landgericht Nürnberg-Fürth spricht mit Urteil vom 09.07.2021 Schadensersatz im Fiat Abgasskandal zu

Im Fiat Dieselskandal hat mit dem LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 09.07.2021, 19 O 737/21, ein weiteres Gericht Fiat Chrysler bzw. inzwischen Stellantis zu Schadensersatz verurteilt. Die […]
19. Juli 2021

Mercedes Abgasskandal: BGH erhöht mit Urteil vom 13.07.2021 den Druck auf die Daimler AG

Der Bundesgerichtshof hat sich erneut mit dem Daimler Dieselskandal befasst. In seinem Urteil vom 13.07.2021, VI ZR 128/20, stellte der BGH zunächst wenig überraschend fest, dass […]
12. Juli 2021

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Der Fiat Dieselskandal nimmt erneut Fahrt auf. Nachdem durch die Medien aufgedeckt worden war, dass in vielen auf der Basis des Fiat Ducato hergestellten Wohnmobilen unzulässige […]
6. Juli 2021

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25. Juni 2021

Abgasskandal: BGH sieht Schadenersatz auch nach Verkauf des Fahrzeugs

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich erneut mit der Haftung von Volkswagen im Dieselskandal befasst. In dem Verhandlungstermin am 15. Juni 2021 ist deutlich geworden, dass der […]
20. Juni 2021

VW Abgasskandal 2.0 bei Motoren des Typs EA288: Vorsicht vor der Servicemaßnahme 23CJ beim Seat Leon

Zahlreiche Halter eines Seat Leon bekommen derzeit Schreiben der SEAT Deutschland GmbH, die ihnen über das Kraftfahrt-Bundesamt übermittelt werden. Darin werden die Halter unter dem Aktionscode […]
11. Juni 2021

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Tausende Opel-Fahrer werden demnächst Post erhalten. Hierbei wird den Haltern verschiedener Diesel-Varianten von Astra, Corsa und Insignia nahegelegt werden, im Rahmen einer freiwilligen Servicekampagne ein Software-Update […]

Weitere vom Abgasskandal betroffene Hersteller

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